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Wirtschaft braucht Kulturwandel! Wertekodizes für jede Branche unter Partizipation von Zivilgesellschaft und Medien.

Klimawandel und Dieselskandal zeigen: Politische Vorgaben genügen nicht. Eine notwendige Ergänzung ist, dass die wirtschaftlichen Akteure im Dialog mit Stakeholdern und Zivilgesellschaft branchenspezifische Ethik-Kodizes erarbeiten – verpflichtend für den gesamten Sektor und jedes seiner Unternehmen. Ein solcher Wertekodex gibt Leitlinie über das Gesetz hinaus für das Verhalten des Einzelnen, für die Geschäftspolitik und für das begleitende Auge der Medien und Zivilgesellschaft.

Verpflichtende Wertekodizes können die Kultur von Wirtschaftssektoren unabhängig von Gesetzen und Gerichten verändern und Extrema, Gier und Fehlentwicklungen von Marktwirtschaft und Kapitalismus begrenzen.

Meine langjährige Erfahrung in Führungspositionen der Industrie hat mich überzeugt, dass solche Selbstverpflichtungen der Wirtschaft ein starkes Instrument sind, die aber von Politik und Medien noch zu wenig beachtet und gefördert werden.

In meinen Büchern, Vorträgen und Veröffentlichungen kämpfe ich für verpflichtende Wertekodizes sowie einen Kulturwandel in der Wirtschaft.

Aktuelle Interviews:

Interview vom 3. Juli 2017 im BR-Fernsehen ( ab Minute 19)

Interview am 19. Juli 2017, Deutsche Welle/TV

Interview: Für eine werteorientierte Marktwirtschaft am 2. Mai 2017, WDR5

Ich veröffentliche regelmäßig im Online-Portal der Huffingtonpost.

Meine nächsten Vorträge:

Senat der Wirtschaft, Gipfeltreffen, 22. September 2017:
Werte- und Nachhaltigkeitskodex als Gewinn für Unternehmen“

Bantleon Forum, 18. Oktober 2017:
Branchenfokus Nachhaltigkeit – die Zukunft beginnt heute

Seminarreihe Nachhaltigkeit, Universität Bonn, 19. Oktober und 2.November 2017

Der Regiefehler beim Münchner Entscheid

Am  5. November 2017 stimmten 111.000 Bürger für die Abschaltung des Steinkohlekraftwerks im Münchner Norden im Jahr 2022. Sie stellten sich damit gegen den Wunsch der Stadt, dieses Kraftwerk bis 2035 laufen zu lassen.
Es verbrennt jährlich 800.000 Tonnen importierte Steinkohle zur Wärme- und Stromerzeugung und stößt jährlich zweieinhalb Millionen Tonnen Kohlendioxid aus – die Hälfte der von den Bürgern der Stadt München ausgehenden Klimabelastung! Diese Zahlen lassen erschaudern, vor allem wenn man sie mit der geplanten Restlaufzeit von 18 Jahren multipliziert – und so kam es folgerichtig zum Volksentscheid über eine frühere Abschaltung.

 Was der Regiefehler beim Münchner Volksentscheid war:
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Veranstaltungshinweis

Ich halte am Donnerstag, 14. Dezember 2017 um 19:30 in der Urania in Berlin einen Vortrag:

Wie die Wirtschaft mit Umwelt und Gesellschaft in Einklang kommen kann

Über 30 Jahre war ich in den obersten Führungsebenen großer Konzerne weltweit tätig und habe dabei alle Unsitten einer globalen, gierig gewordenen Marktwirtschaft erlebt. Aber ich habe auch registriert, wie sich manche Wirtschaftssektoren auf ein höheres Niveau ethischer und ökologischer Verantwortung weiterentwickelt haben. Aber wie können die anderen Unternehmen dazu gebracht werden, unfaire Geschäftspraktiken einzustellen? Welche Rolle muss die Politik dabei spielen?
Hier zu den Tickets

Suche: Journalistische Unterstützung zu Themen der Wirtschaftsethik

Teilzeit-Aufgabe im Raum München zur journalistischen Unterstützung   zu Themen der Wirtschaftsethik.

Zeitraum:               ab sofort
Honorierung:        400 Euro / Monat oder auf Stundenbasis ab 20 € je nach Qualifikation

Auch als Praktikum mit Anbindung an das Institut für anwendungsorientiere Wissensverarbeitung (FAW/n) in Ulm

Ihre Tätigkeit

Journalistische Begleitung meiner Öffentlichkeitsarbeit sowie Recherchen zur Werteorientierung der Marktwirtschaft. Selbstverpflichtungen von Unternehmensgruppen, oft von Label und Zertifikaten begleitet sind zu einem wichtigen Instrument einer ökosozialen Marktwirtschaft geworden. Recherchen nach interessanten Beispielen und deren Akzeptanz für meine Öffentlichkeitsarbeit und nächste Veröffentlichungen, aber auch als Anstoß zur wissenschaftlichen Vertiefung in Bachelor- und Master-Arbeiten einschlägiger Lehrstühle.

Ihr Profil

Grundlagen des journalistischen oder wissenschaftlichen Arbeitens und volkswirtschaftliche sowie umweltpolitische Grundkenntnisse. Als Teilzeit-Job oder für Studierende oder Praktikanten der Fachrichtungen Ökonomie sowie Politik- und Sozial-Wissenschaften. Sicherer Umgang mit den MS Office und Suchmaschinen, Formulierungssicherheit im Deutschen sowie Interesse am Thema und die Fähigkeit zu selbständigem Arbeiten.

Nehmen Sie mit mir Kontakt auf: private@grassmann.de .

 

Volksentscheid oder Obrigkeitstreue?

Das Ansehen unserer „Politiker“ schwindet und schwindet. Vor allem das in den obersten Regierungsetagen, ganz gleich ob in Europa oder in den USA. Ob Waffengesetze, Zuwanderungspolitik oder die Abtrennung Kataloniens, bei zu vielen Themen sind die gewählten obersten Repräsentanten in der Kritik. Sie erwarten Obrigkeitstreue und entfernen sich doch immer weiter von den vermeintlichen „Untertanen“.
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Handelsblatt: Ohne Staat keine Ethik

Mein Gastkommentar im Handelsblatt vom 25. September 2017:

Ohne Staat keine Ethik

Rolf Nonnenmacher dürften die Ohren geklungen haben bei der Eröffnung der IAA. Als neuer Vorsitzender der Governance Kommission ist er mit angesprochen, wenn dort die Kanzlerin „eine rasche Wiederherstellung des Vertrauens“ in die Autoindustrie forderte. Denn der Dieselskandal betrifft drei Schwergewichte im Dax und eine Vielzahl von kleineren Aktiengesellschaften im Zuliefererbereich. Nonnenmacher hat eine Revision des Governance Kodexes vorgeschlagen, die sich an der „Managementlogik der guten Unternehmensführung orientieren“ und „die Akzeptanz unserer Wirtschaftsordnung und der Unternehmen in der Gesellschaft fördern soll“. Es ist die Folge der neuen CSR-Berichtspflicht und des gesellschaftlichen Trends, auch weiche Faktoren sozialer Verantwortung von Unternehmen transparent zu machen. Die EU-Kommission möchte dies ergänzt sehen durch stärkere Nutzung von Selbstverpflichtungen als Teil der CSR-Strategie von Wirtschaftssek- toren und Alternative zur Gesetzgebung.

Gesamter Artikel hier zu lesen:

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Wir drohen, den Kampf gegen den Klimawandel zu verlieren

Das ist ein Versagen unseres demokratischen Systems

Es ist bitter, erfolglos gewarnt, nur in den Wind gesprochen zu haben. Das werden im Anblick der enormen Hurrikan-Schäden Hunderttausende empfinden, all die, die seit Jahrzehnten vor dem Klimawandel warnen und für eine härtere Gangart der Politik werben.

Der rasante Klimawandel ist ein Systemfehler unserer Carbon-Zivilisation und ihrer Marktwirtschaft. Ihn zu korrigieren, ist eine politische Aufgabe. Persönliche Disziplin ist hilfreich, aber sie genügt nicht. Ein Kulturwandel dieses Typs braucht einen Systemwechsel, und der braucht politische Führung.
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Wir sitzen auf einer heißen Kugel

Erdwärme – das ist neben der Sonne der Energieträger unser Lebens schlechthin. Ohne sie funktioniert der ökologische Kreislauf unseres Planeten nicht. Pflanzen und Meere brauchen sie, ohne Erdwärme wäre der Planet tot.

Wir sitzen auf einer Kugel, die im Innern 6000 Grad heiß ist, eine Temperatur, die wegen der schlechten Wärmeleitung von Gestein nur um ca. 100 Grad pro Kilometer abnimmt und unter der Erdoberfläche noch das Grundwasser auf ca. 10 bis 12 Grad erwärmt. Jetzt gab es in Island erste Erfolge. Das könnte der Wegbereiter einer völlig neuen Energiequelle sein …
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Die Automobil-Industrie ist zu weit gegangen

Deutschlands Justiz muss endlich durchgreifen

1997 sagte der europäische Verband der Automobil-Produzenten der EU-Kommission zu, den mittleren CO2-Ausstoß für PKW schrittweise zu senken, also eine Verpflichtung der Produzenten statt einer gesetzlichen Regelung. Innerhalb von zehn Jahren sollte auf 140 g/km gesenkt werden, eine Reduktion von 25 %.

Selbstverpflichtungen von Wirtschaftszweigen gelten als gute Alternative zu Gesetzen, als wirkungsvoll und praxisnah, wenn sie denn umgesetzt werden. Aber das war wohl nicht die Absicht der Automobil-Hersteller.
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Elektromobilität – Das hässliche Entlein muss wachgeküsst werden

Für seine abendliche Sendereihe UNKRAUT hatte sich das bayerische Fernsehen etwas Besonderes ausgedacht: eine Fahrt ins Grüne, mit Elektromobil, als Auftakt einer Reihe über alternative Mobilität.

In der wohlhabenden Gemeinde Weßling des Landkreises Starnberg sollten dann einige Experten interviewt werden, so auch ich. Dort sollte es auch eine Tankstelle für Elektrofahrzeuge geben. Das klang gut, ich stimmte zu und zog los, um mich zu informieren.
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