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Den Kapitalismus zähmen! –Das wünscht sich ein Großteil der Bevölkerung.

Marktwirtschaft ja, aber bitte nicht zu gierig. Das zu sichern, ist primär eine Aufgabe der Politik, aber auch eine Verantwortung aller Marktteilnehmer. Eine viel zu wenig genutzte Möglichkeit zu mehr Nachhaltigkeit und öko-sozialer Umsteuerung sehe ich in der Selbstverpflichtung von Wirtschaftssektoren zu großen Problemen unserer Zeit. Überwacht durch die Medien und die Zivilgesellschaft sind Selbstverpflichtungen zur Abgasmessung, ein branchenspezifischer Klimakodex und Selbstverpflichtungen für die globalen Handels- und Produktionsketten längst überfällig. Das vor der Verlängerung stehende Übereinkommen zur Arbeitssicherung in Bangladesch ist ein positives Beispiel, aber eben regional begrenzt.

Verpflichtend eingefordert durch eine Rahmengesetzgebung für alle Wirtschaftsbranchen, erzwingt es eine neue Kultur mit weniger Bürokratie, weniger Gier und mehr Selbstverantwortung.

Meine langjährige Erfahrung in Führungspositionen der Industrie hat mich überzeugt, dass Selbstverpflichtungen der Wirtschaft ein starkes Instrument sind, das aber von Politik und Medien noch zu wenig gefördert wird. Darum geht es in meinen Büchern und Vorträgen.

Aktuelle Interviews:

Interview vom 3. Juli 2017 im BR-Fernsehen ( ab Minute 19)

Interview am 19. Juli 2017, Deutsche Welle/TV

Interview: Für eine werteorientierte Marktwirtschaft am 2. Mai 2017, WDR5

Ich veröffentliche regelmäßig im Online-Portal der Huffingtonpost.

Aktuelles 

Die G20-Krawalle sind die Quittung für die jahrelange Untätigkeit

Den Kapitalismus zähmen! Das ist letztlich die Überschrift der G20-Proteste in Hamburg. Zu viel Enttäuschung herrscht über die schwache, fast tatenlose Politik der Industrie-Nationen.
Kaum Maßnahmen gegen den Klimawandel, die Finanzwelt gieriger denn je, Einfallslosigkeit bei der immer noch zunehmenden Arm-Reich-Schere, hilflos in Afrika – wen wundert’s, wenn dann mancher Protest auch gewalttätig wird und sich in leidenschaftlichem Hass niederschlägt.

Es ist ein Aufschrei, der besser durch zehntausende friedliche, leider auch durch einige tausend Gewalttätige in die Schlagzeilen gefunden hat. Es ist ein Aufschrei, dessen drängende Botschaft an die Politik dennoch nicht überhört werden darf: handelt endlich!
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Wie sieht die Mobiliät der Zukunft aus?

aus der Sendung Unkraut im Bayerischen Fernsehen
aus der Sendung Unkraut im Bayerischen Fernsehen

Für die Sendung UNKRAUT, am 3. Juli 2017,  hatte sich das bayerische Fernsehen etwas Besonderes ausgedacht: eine Fahrt in Grüne – Elektromobil. Wir waren an diesem idylischen Ort zum Interview über Elektromobilität verabredet. Hier das Interview

in der Mediathek (ab der 19 Minute).

Meine Haltung zur Elektromobilität: Der Klimakodex gäbe Leitlinien

Seit zehn Jahren fordere ich in meinen Büchern und Veröffentlichungen den Wertekodex, branchenspezifisch, gemeinsam mit der Wissenschaft und Experten der Zivilgesellschaft erarbeitet. Denn für jeden Wirtschaftssektor sind die Anforderungen an die Klimagas-Reduktion und die Bekämpfung des Klimawandels unterschiedlich.

Trump-Antwort: Eigeninitiative!

Mit seiner Absage an das Pariser Klima-Abkommen hat Präsident Trump die USA beim weltweiten Trend zu mehr Werteorientierung der Marktwirtschaft erneut ausgegrenzt. Es ist bemerkenswert, mit welch ideologischer Prägung und – wie so oft bei verirrten Ideologien – mit welchen Verfälschungen er dabei argumentiert.

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Die Grünen und das Problem, eine Partei zu sein

Uff, nur 6 Prozent in NRW, 5 Punkte weniger als zuletzt: Das ist bitter für alle, die „grün“ für wichtig halten, die mehr „grünes“, nachhaltiges Wirtschaften wollen – und das will ein Großteil der Bevölkerung. Welch ein Widerspruch, was lief da schief?
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Pressemitteilung zum Buch „Werteorientierte Marktwirtschaft“

Selbstregulierung der Wirtschaft – die Alternative zur Bürokratie

Das Gesetz klingt abstrakt und wurde in wenigen Minuten im Bundestag abgehandelt: die „CSR“-Berichtspflicht. Dabei geht es um nicht weniger als die Verantwortung großer Unternehmen für globale Sozialstandards und Nachhaltigkeit. Mit dem Gesetz kommt nun weiteres „Berichten“ auf die deutschen Konzerne zu. Aber Pflichten entstehen dadurch keine. „Pressemitteilung zum Buch „Werteorientierte Marktwirtschaft““ weiterlesen

Interview auf WDR 5

Am 2. April 2017 war ich auf WDR 5 zu einem Interview.
Wir  sprachen über werteorientierte Marktwirtschaft.

Vor kurzem hat der Bundestag ein Gesetz verabschiedet, das große Unternehmen dazu verpflichtet, in ihren Geschäftsberichten auch über ihr soziales und ökologisches Handeln Rechenschaft abzulegen. Was die einen als Meilenstein einer nachhaltigen Entwicklung feiern, bewertet der Politik- und Wirtschaftsberater Peter Grassmann allenfalls als faulen Kompromiss. (Quelle WDR 5)

Deutsch-türkische Ja-Stimmen – fataler Sieg des Nationalismus

Demokratie ist wie Gesundheit. Nur wenn sie schwindet, merkt man, wie wichtig sie ist. Diese Anspielung auf einen Spruch von Michael Gorbatschow beschreibt das aktuelle Dilemma: 63 % der hier in Deutschland lebenden Türken haben für eine Diktatur Erdogans gestimmt.

Hier, in Deutschland, wo sie frei leben, sich frei äußern können, eine neutrale Justiz haben und Verhaftungen nicht die Regel bei ungeliebter Meinungsäußerung sind.

Es ist Sarkasmus, aus dem sicheren Hafen Europas die Landsleute in Unterdrückung und manche in Gefängnisse, wahrscheinlich einige in den Tod zu schicken. Die Todesstrafe in den Händen eines solchen Fanatikers, eines Hassers der Meinungsfreiheit, der Kurden und der religiösen Minderheiten?

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CSR – Synonym für Unternehmensverantwortung

Unternehmensverantwortung, dieser „Anstand“ über das Gesetz hinaus, ist heute die übliche Erwartung an die Unternehmen und an ihre Führung. Die geben sich in den letzten Jahren gern grün, nachhaltig, energiebewusst und fair, mit Labels, Zertifikaten und Leitlinien zu „Nachhaltigkeit“.

Ein guter Trend, aber leider keineswegs flächendeckend. Teils beobachtet man eher eine Verrohung, Fairness und Anstand sind keineswegs immer Standard in unserer Marktwirtschaft.
Wie es mit „Unternehmensverantwortung“ in ökologischer und sozialer Hinsicht nun tatsächlich aussieht, dazu sollen sich die großen Unternehmen zukünftig in ihrem Jahresbericht äußern. Das verlangt ein neues Gesetz unter dem Titel „CSR-Berichtspflicht“, das am 10. März verabschiedet wurde.
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