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Als Vorstand der Siemens Medizintechnik und von Carl Zeiss konnte ich die Stärken, aber auch die Exzesse der Marktwirtschaft in vielen Ländern erleben. Beunruhigend war oft die Schwäche politischer Regeln, aber ein ermunternder Gegensatz war, wie manche Unternehmen und Verbände von sich aus oder durch öffentlichen Druck sich Regeln gaben. Und wo Regeln waren, galt meistens auch der Grundsatz: „Beachtung der Regeln ist Pflicht“, vor allem wenn Medien und Zivilgesellschaft beobachteten.

Ich zeige an Beispielen in meinen Büchern, wie die Selbstverpflichtung zu fortschrittlicher Unternehmensverantwortung über das Gesetz hinaus gestaltet und auch vom Gesetzgeber eingefordert werden kann. Mehr im Menüpunkt Werteorientierte Marktwirtschaft und im gleichnamigen Buch.

Es geht um den Wertekodex, meist begleitet von Label und Zertifikaten als ein Qualitätsversprechen von Unternehmen. Das kann seine Stärken noch besser entfalten, wenn der Gesetzgeber Anforderungen definiert. Es führt zu einer werteregulierten Marktwirtschaft, einem höheren Niveau als die heutige soziale Marktwirtschaft. Es setzt eine mutige Politik und den Druck der Öffentlichkeit durch Volksinitiative und Volksentscheid voraus. Partizipation ist der Schlüssel zum Marktwandel.

AKTUELLES:

Die Grünen und das Problem, eine Partei zu sein

Uff, nur 6 Prozent in NRW, 5 Punkte weniger als zuletzt: Das ist bitter für alle, die „grün“ für wichtig halten, die mehr „grünes“, nachhaltiges Wirtschaften wollen – und das will ein Großteil der Bevölkerung. Welch ein Widerspruch, was lief da schief?
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Pressemitteilung zum Buch „Werteorientierte Marktwirtschaft“

Selbstregulierung der Wirtschaft – die Alternative zur Bürokratie

Das Gesetz klingt abstrakt und wurde in wenigen Minuten im Bundestag abgehandelt: die „CSR“-Berichtspflicht. Dabei geht es um nicht weniger als die Verantwortung großer Unternehmen für globale Sozialstandards und Nachhaltigkeit. Mit dem Gesetz kommt nun weiteres „Berichten“ auf die deutschen Konzerne zu. Aber Pflichten entstehen dadurch keine. „Pressemitteilung zum Buch „Werteorientierte Marktwirtschaft““ weiterlesen

Interview auf WDR 5

Am 2. April 2017 bin ich auf WDR 5 zu einem Interview um 11.05 Uhr.
Wir  sprechen über werteorientierte Marktwirtschaft.

Vor kurzem hat der Bundestag ein Gesetz verabschiedet, das große Unternehmen dazu verpflichtet, in ihren Geschäftsberichten auch über ihr soziales und ökologisches Handeln Rechenschaft abzulegen. Was die einen als Meilenstein einer nachhaltigen Entwicklung feiern, bewertet der Politik- und Wirtschaftsberater Peter Grassmann allenfalls als faulen Kompromiss.

Deutsch-türkische Ja-Stimmen – fataler Sieg des Nationalismus

Demokratie ist wie Gesundheit. Nur wenn sie schwindet, merkt man, wie wichtig sie ist. Diese Anspielung auf einen Spruch von Michael Gorbatschow beschreibt das aktuelle Dilemma: 63 % der hier in Deutschland lebenden Türken haben für eine Diktatur Erdogans gestimmt.

Hier, in Deutschland, wo sie frei leben, sich frei äußern können, eine neutrale Justiz haben und Verhaftungen nicht die Regel bei ungeliebter Meinungsäußerung sind.

Es ist Sarkasmus, aus dem sicheren Hafen Europas die Landsleute in Unterdrückung und manche in Gefängnisse, wahrscheinlich einige in den Tod zu schicken. Die Todesstrafe in den Händen eines solchen Fanatikers, eines Hassers der Meinungsfreiheit, der Kurden und der religiösen Minderheiten?

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CSR – Synonym für Unternehmensverantwortung

Unternehmensverantwortung, dieser „Anstand“ über das Gesetz hinaus, ist heute die übliche Erwartung an die Unternehmen und an ihre Führung. Die geben sich in den letzten Jahren gern grün, nachhaltig, energiebewusst und fair, mit Labels, Zertifikaten und Leitlinien zu „Nachhaltigkeit“.

Ein guter Trend, aber leider keineswegs flächendeckend. Teils beobachtet man eher eine Verrohung, Fairness und Anstand sind keineswegs immer Standard in unserer Marktwirtschaft.
Wie es mit „Unternehmensverantwortung“ in ökologischer und sozialer Hinsicht nun tatsächlich aussieht, dazu sollen sich die großen Unternehmen zukünftig in ihrem Jahresbericht äußern. Das verlangt ein neues Gesetz unter dem Titel „CSR-Berichtspflicht“, das am 10. März verabschiedet wurde.
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Verhafteter VW-Manager: Das ist eine Schande für die Deutsche Justiz

Das ist blöd gelaufen für Oliver S. von VW. Als Verantwortlicher für die Fahrzeugzulassungen in den USA hatte er dort mehr als ein Jahr lang die Abgas-Betrügereien vertuscht, belog die Behörden und verharmloste gegenüber der Zentrale. Als die US-Behörden dann ernst machten und ihn stellten, wurde er zurückgeholt nach Wolfsburg, nicht etwa, um ihn zu beurlauben, sondern für eine andere leitende Stelle.

Aber der Winter in Deutschland ist kalt und die Sonne Floridas schön. Und so ließ er recherchieren, ob er dort ungeschoren von der dortigen Justiz wieder Urlaub machen könnte. Was ihm die juristische Abteilung von VW wohl bestätigt hat.
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Neu erschienen: Werteorientierte Marktwirtschaft

Cover_Werteorientierte Marktwirtschaft_Dez2016

Ich habe mein Buch Werteorientierte Marktwirtschaft überarbeitet.
Bestellmöglichkeiten:

als Buch

als eBook

Der Erlös kommt gemeinnützig der Umweltakademie eV. in München zugute.

Zum Inhalt:
Werteorientierte Marktwirtschaft stellt den Wertekodex als  Leitlinie für verantwortungsvolles Handeln der Wirtschaft in den Mittelpunkt. Dieses „Qualitätsversprechen“ von Unternehmen und Unternehmergruppen ist ein wirkungsvolles Steuerungsinstrument, wenn es bestimmte Qualitätskriterien erfüllt.

Ein Kulturwandel für Problembranchen gelingt damit, wenn der Dialog mit der Zivilgesellschaft intensiviert wird. Es entsteht eine durch sie und die Medien begleitete Selbstverwaltung der Wirtschaft statt Bürokratie und detaillierte Verordnungen durch die Politik.

Das Buch ist Pflichtlektüre für Wirtschaftsverbände, für Berufs- und Wirtschaftskammern und für Unternehmer, denen nachhaltig verantwortungsvolles Wirtschaften am Herzen liegt. Und es zeigt einen neuen Weg für die Politik, die sich zur Marktsteuerung auf eine Rahmenvorgabe beschränken kann. Ein Leitfaden zur Umsetzung der Corporate Social Responibility, kurz CSR, also der unternehmerischen Verantwortung von Wirtschaftsbranchen für eine ökosozial verantwortungsvolle Marktwirtschaft.