Volksentscheid oder Obrigkeitstreue?

Das Ansehen unserer „Politiker“ schwindet und schwindet. Vor allem das in den obersten Regierungsetagen, ganz gleich ob in Europa oder in den USA. Ob Waffengesetze, Zuwanderungspolitik oder die Abtrennung Kataloniens, bei zu vielen Themen sind die gewählten obersten Repräsentanten in der Kritik. Sie erwarten Obrigkeitstreue und entfernen sich doch immer weiter von den vermeintlichen „Untertanen“.
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Handelsblatt: Ohne Staat keine Ethik

Mein Gastkommentar im Handelsblatt vom 25. September 2017:

Ohne Staat keine Ethik

Rolf Nonnenmacher dürften die Ohren geklungen haben bei der Eröffnung der IAA. Als neuer Vorsitzender der Governance Kommission ist er mit angesprochen, wenn dort die Kanzlerin „eine rasche Wiederherstellung des Vertrauens“ in die Autoindustrie forderte. Denn der Dieselskandal betrifft drei Schwergewichte im Dax und eine Vielzahl von kleineren Aktiengesellschaften im Zuliefererbereich. Nonnenmacher hat eine Revision des Governance Kodexes vorgeschlagen, die sich an der „Managementlogik der guten Unternehmensführung orientieren“ und „die Akzeptanz unserer Wirtschaftsordnung und der Unternehmen in der Gesellschaft fördern soll“. Es ist die Folge der neuen CSR-Berichtspflicht und des gesellschaftlichen Trends, auch weiche Faktoren sozialer Verantwortung von Unternehmen transparent zu machen. Die EU-Kommission möchte dies ergänzt sehen durch stärkere Nutzung von Selbstverpflichtungen als Teil der CSR-Strategie von Wirtschaftssek- toren und Alternative zur Gesetzgebung.

Gesamter Artikel hier zu lesen:

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Wir drohen, den Kampf gegen den Klimawandel zu verlieren

Das ist ein Versagen unseres demokratischen Systems

Es ist bitter, erfolglos gewarnt, nur in den Wind gesprochen zu haben. Das werden im Anblick der enormen Hurrikan-Schäden Hunderttausende empfinden, all die, die seit Jahrzehnten vor dem Klimawandel warnen und für eine härtere Gangart der Politik werben.

Der rasante Klimawandel ist ein Systemfehler unserer Carbon-Zivilisation und ihrer Marktwirtschaft. Ihn zu korrigieren, ist eine politische Aufgabe. Persönliche Disziplin ist hilfreich, aber sie genügt nicht. Ein Kulturwandel dieses Typs braucht einen Systemwechsel, und der braucht politische Führung.
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WerkstudentIn gesucht

WerkstudentIn oder PraktikantIn für Recherchen zu Selbstverpflichtungen von Wirtschaftsverbänden und Unternehmensgruppen im Raum München

Ansprechpartner: Dr. Peter H.Grassmann -ehem.Vorsitzender des Vorstands CarlZeiss Zeitraum: ab sofort bzw. Verfügbarkeit für 3 Monate

Honorierung: 400 Euro / Monat / Vertrag mit Anbindung an das Forschungsinstitut für anwendungsorientiere Wissensverarbeitung /n (FAW/n) in Ulm.

Ihre Tätigkeit

Die Bereitschaft zu Selbstverpflichtungen von Unternehmensgruppen als Problemlösung nimmt zu. Ein aktuelles Beispiel ist die Verlängerung des Bangladesh Accord zur Verbesserung der dortigen Arbeitsbedingungen.
Aber auch Versprechen von Unternehmensgruppen zu qualitativen, meist ökologischen Eigenschaften von Produkten und Dienstleistungen nehmen zu, meist von Label und Zertifikaten begleitet. Die Selbstverpflichtung ist damit zu einem wichtigen Instrument einer ökosozialen Marktwirtschaft geworden, zwar im Prinzip freiwillig, aber dennoch mit hoher Bindungsbereitschaft. Qualitätsaussagen und wissenschaftliche Wirkungsanalysen aber fehlen. Die Aufgabe ist die Recherche nach interessanten Beispielen und deren Akzeptanz als Anstoß zur wissenschaftlichen Vertiefung in Master-Arbeiten einschlägiger Lehrstühle. Moderation in München, Arbeitsplatz bei FAW in Ulm und home-office.

Ihr Profil

Für das Praktikum sind Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens und ökonomische sowie umweltpolitische Grundkenntnisse wichtige Voraussetzungen. Bevorzugt gesucht werden Studierende der Fachrichtungen Oekonomie sowie Politik- und Sozial-Wissenschaften. Sicherer Umgang mit den MS Office Anwendungen und Suchmaschinen, Formulierungssicherheit im Deutschen und die Fähigkeit zu selbständigem Arbeiten sind wichtige Kriterien für die Auswahl unserer Praktikant_innen.

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Wir sitzen auf einer heißen Kugel

Erdwärme – das ist neben der Sonne der Energieträger unser Lebens schlechthin. Ohne sie funktioniert der ökologische Kreislauf unseres Planeten nicht. Pflanzen und Meere brauchen sie, ohne Erdwärme wäre der Planet tot.

Wir sitzen auf einer Kugel, die im Innern 6000 Grad heiß ist, eine Temperatur, die wegen der schlechten Wärmeleitung von Gestein nur um ca. 100 Grad pro Kilometer abnimmt und unter der Erdoberfläche noch das Grundwasser auf ca. 10 bis 12 Grad erwärmt. Jetzt gab es in Island erste Erfolge. Das könnte der Wegbereiter einer völlig neuen Energiequelle sein …
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Die Automobil-Industrie ist zu weit gegangen

Deutschlands Justiz muss endlich durchgreifen

1997 sagte der europäische Verband der Automobil-Produzenten der EU-Kommission zu, den mittleren CO2-Ausstoß für PKW schrittweise zu senken, also eine Verpflichtung der Produzenten statt einer gesetzlichen Regelung. Innerhalb von zehn Jahren sollte auf 140 g/km gesenkt werden, eine Reduktion von 25 %.

Selbstverpflichtungen von Wirtschaftszweigen gelten als gute Alternative zu Gesetzen, als wirkungsvoll und praxisnah, wenn sie denn umgesetzt werden. Aber das war wohl nicht die Absicht der Automobil-Hersteller.
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Elektromobilität – Das hässliche Entlein muss wachgeküsst werden

Für seine abendliche Sendereihe UNKRAUT hatte sich das bayerische Fernsehen etwas Besonderes ausgedacht: eine Fahrt ins Grüne, mit Elektromobil, als Auftakt einer Reihe über alternative Mobilität.

In der wohlhabenden Gemeinde Weßling des Landkreises Starnberg sollten dann einige Experten interviewt werden, so auch ich. Dort sollte es auch eine Tankstelle für Elektrofahrzeuge geben. Das klang gut, ich stimmte zu und zog los, um mich zu informieren.
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Die G20-Krawalle sind die Quittung für die jahrelange Untätigkeit

Den Kapitalismus zähmen! Das ist letztlich die Überschrift der G20-Proteste in Hamburg. Zu viel Enttäuschung herrscht über die schwache, fast tatenlose Politik der Industrie-Nationen.
Kaum Maßnahmen gegen den Klimawandel, die Finanzwelt gieriger denn je, Einfallslosigkeit bei der immer noch zunehmenden Arm-Reich-Schere, hilflos in Afrika – wen wundert’s, wenn dann mancher Protest auch gewalttätig wird und sich in leidenschaftlichem Hass niederschlägt.

Es ist ein Aufschrei, der besser durch zehntausende friedliche, leider auch durch einige tausend Gewalttätige in die Schlagzeilen gefunden hat. Es ist ein Aufschrei, dessen drängende Botschaft an die Politik dennoch nicht überhört werden darf: handelt endlich!
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Wie sieht die Mobiliät der Zukunft aus?

aus der Sendung Unkraut im Bayerischen Fernsehen
aus der Sendung Unkraut im Bayerischen Fernsehen

Für die Sendung UNKRAUT, am 3. Juli 2017,  hatte sich das bayerische Fernsehen etwas Besonderes ausgedacht: eine Fahrt in Grüne – Elektromobil. Wir waren an diesem idylischen Ort zum Interview über Elektromobilität verabredet. Hier das Interview

in der Mediathek (ab der 19 Minute).

Meine Haltung zur Elektromobilität: Der Klimakodex gäbe Leitlinien

Seit zehn Jahren fordere ich in meinen Büchern und Veröffentlichungen den Wertekodex, branchenspezifisch, gemeinsam mit der Wissenschaft und Experten der Zivilgesellschaft erarbeitet. Denn für jeden Wirtschaftssektor sind die Anforderungen an die Klimagas-Reduktion und die Bekämpfung des Klimawandels unterschiedlich.