Deutsch-türkische Ja-Stimmen – fataler Sieg des Nationalismus

Demokratie ist wie Gesundheit. Nur wenn sie schwindet, merkt man, wie wichtig sie ist. Diese Anspielung auf einen Spruch von Michael Gorbatschow beschreibt das aktuelle Dilemma: 63 % der hier in Deutschland lebenden Türken haben für eine Diktatur Erdogans gestimmt.

Hier, in Deutschland, wo sie frei leben, sich frei äußern können, eine neutrale Justiz haben und Verhaftungen nicht die Regel bei ungeliebter Meinungsäußerung sind.

Es ist Sarkasmus, aus dem sicheren Hafen Europas die Landsleute in Unterdrückung und manche in Gefängnisse, wahrscheinlich einige in den Tod zu schicken. Die Todesstrafe in den Händen eines solchen Fanatikers, eines Hassers der Meinungsfreiheit, der Kurden und der religiösen Minderheiten?

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Wirtschaft braucht Kulturwandel! Wertekodizes für jede Branche unter Partizipation von Zivilgesellschaft und Medien.

Klimawandel und Dieselskandal zeigen: Politische Vorgaben genügen nicht. Eine notwendige Ergänzung ist, dass die wirtschaftlichen Akteure im Dialog mit Stakeholdern und Zivilgesellschaft branchenspezifische Ethik-Kodizes erarbeiten – verpflichtend für den gesamten Sektor und jedes seiner Unternehmen. Ein solcher Wertekodex gibt Leitlinie über das Gesetz hinaus für das Verhalten des Einzelnen, für die Geschäftspolitik und für das begleitende Auge der Medien und Zivilgesellschaft.

Verpflichtende Wertekodizes können die Kultur von Wirtschaftssektoren unabhängig von Gesetzen und Gerichten verändern und Extrema, Gier und Fehlentwicklungen von Marktwirtschaft und Kapitalismus begrenzen.

Meine langjährige Erfahrung in Führungspositionen der Industrie hat mich überzeugt, dass solche Selbstverpflichtungen der Wirtschaft ein starkes Instrument sind, die aber von Politik und Medien noch zu wenig beachtet und gefördert werden.

In meinen Büchern, Vorträgen und Veröffentlichungen kämpfe ich für verpflichtende Wertekodizes sowie einen Kulturwandel in der Wirtschaft.

Aktuelle Interviews:

Interview vom 3. Juli 2017 im BR-Fernsehen ( ab Minute 19)

Interview am 19. Juli 2017, Deutsche Welle/TV

Interview: Für eine werteorientierte Marktwirtschaft am 2. Mai 2017, WDR5

Ich veröffentliche regelmäßig im Online-Portal der Huffingtonpost.

Meine nächsten Vorträge:

Senat der Wirtschaft, Gipfeltreffen, 22. September 2017:
Werte- und Nachhaltigkeitskodex als Gewinn für Unternehmen“

Bantleon Forum, 18. Oktober 2017:
Branchenfokus Nachhaltigkeit – die Zukunft beginnt heute

Seminarreihe Nachhaltigkeit, Universität Bonn, 19. Oktober und 2.November 2017

Neu erschienen: Werteorientierte Marktwirtschaft

Cover_Werteorientierte Marktwirtschaft_Dez2016

Ich habe mein Buch Werteorientierte Marktwirtschaft überarbeitet.
Bestellmöglichkeiten:

als Buch

als eBook

Der Erlös kommt gemeinnützig der Umweltakademie eV. in München zugute.

Zum Inhalt:
Werteorientierte Marktwirtschaft stellt den Wertekodex als  Leitlinie für verantwortungsvolles Handeln der Wirtschaft in den Mittelpunkt. Dieses „Qualitätsversprechen“ von Unternehmen und Unternehmergruppen ist ein wirkungsvolles Steuerungsinstrument, wenn es bestimmte Qualitätskriterien erfüllt.

Ein Kulturwandel für Problembranchen gelingt damit, wenn der Dialog mit der Zivilgesellschaft intensiviert wird. Es entsteht eine durch sie und die Medien begleitete Selbstverwaltung der Wirtschaft statt Bürokratie und detaillierte Verordnungen durch die Politik.

Das Buch ist Pflichtlektüre für Wirtschaftsverbände, für Berufs- und Wirtschaftskammern und für Unternehmer, denen nachhaltig verantwortungsvolles Wirtschaften am Herzen liegt. Und es zeigt einen neuen Weg für die Politik, die sich zur Marktsteuerung auf eine Rahmenvorgabe beschränken kann. Ein Leitfaden zur Umsetzung der Corporate Social Responibility, kurz CSR, also der unternehmerischen Verantwortung von Wirtschaftsbranchen für eine ökosozial verantwortungsvolle Marktwirtschaft.

CDU-Präsidium entscheidet über Merkel

Wo ist Dr. Jens Spahn? Wo ist der Mann, der die wahre Stimmung an der Basis durch seinen Abstimmungserfolg für alle sichtbar machte? Sich damit gegen die Kanzlerkandidatin auflehnte. Hat er einen Maulkorb bekommen – nach dem Eklat auf dem letzten Parteitag der CDU?

Das Drehbuch war sorgfältig vorbereitet. Frau Merkel erklärte zwei Wochen vor dem CDU-Parteitag, dass sie wieder als Kanzlerkandidatin zur Verfügung steht. Nach elf Jahren im Amt und viel ablehnender Haltung in der Bevölkerung war das nicht selbstverständlich. Gegenkandidaten blieben in Deckung und so wurde sie gewählt, vorrangig von all denen, die Posten haben und nun um Posten fürchten.
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Neoliberale „Ehrbarkeit“ behindert CSR-Gesetz

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CSR-Berichtspflicht? Wer kennt schon diese abstrakte Abkürzung für die soziale Verantwortung von Unternehmen, die „Corporate Social Responsibility“, die über die Gewinnmaximierung hinaus öko-sozial verantwortliches Handeln einfordert? Darüber sollen die großen Unternehmen zukünftig berichten. Also darüber, wie sie mit Korruption, mit Arbeitsschutz und Niederlohn, mit Umwelt- und Klimaschutz und mit „Fairness“ in ihren weltweiten Aktivitäten umgehen.

Ein zweifelsohne wichtiger Vorgang, aber die Behinderung des Gesetzesvorhabens durch die Bundesregierung ist dramatisch. Da tun sich Fragen auf.

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Runderneuerung der Demokratie – jetzt

Die Kanzlerin schwört Besserung! Zu spät? Es ist nie zu spät! Was aber ist jetzt zu tun, dass „sich das nicht noch einmal wiederholt“?

Normalerweise Rücktritt

Ihre Rechtsberater dürften der Kanzlerin längst klargemacht haben, dass ihr Vorgehen nicht durch ein Gesetz gedeckt war und der entstandene Kontrollverlust die innere Sicherheit, für die die Länder zuständig sind, gefährdet hat. Es war zwar eine freundliche Hilfe für unsere Nachbarländer Österreich und Ungarn, aber es war ohne Abstimmung mit dem zunächst aufnehmenden Bundesland Bayern nicht in Ordnung.

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Drei Gründe für Volksentscheide

„Dann könnten wir ja gleich das Volk über den Milchpreis entscheiden lassen“. Diesen Satz sagt man Angela Merkel nach, als sie den Wunsch der SPD nach Volksentscheiden in den Koalitionsverhandlungen abschmetterte.

Hätte sie nicht so arrogant geantwortet, wäre sie und Deutschland heute besser dran. Gerade die Schweiz zeigt, wie solche demokratischen Elemente der „Partizipation“ der Bürger eine polarisierte Situation beruhigen können. Die Schweizer haben jedenfalls in Volksabstimmungen ihre „Obergrenze“ festgelegt und ihre Politiker entsprechend gebunden.

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