CSR – Synonym für Unternehmensverantwortung

Unternehmensverantwortung, dieser „Anstand“ über das Gesetz hinaus, ist heute die übliche Erwartung an die Unternehmen und an ihre Führung. Die geben sich in den letzten Jahren gern grün, nachhaltig, energiebewusst und fair, mit Labels, Zertifikaten und Leitlinien zu „Nachhaltigkeit“.

Ein guter Trend, aber leider keineswegs flächendeckend. Teils beobachtet man eher eine Verrohung, Fairness und Anstand sind keineswegs immer Standard in unserer Marktwirtschaft.
Wie es mit „Unternehmensverantwortung“ in ökologischer und sozialer Hinsicht nun tatsächlich aussieht, dazu sollen sich die großen Unternehmen zukünftig in ihrem Jahresbericht äußern. Das verlangt ein neues Gesetz unter dem Titel „CSR-Berichtspflicht“, das am 10. März verabschiedet wurde.
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Verhafteter VW-Manager: Das ist eine Schande für die Deutsche Justiz

Das ist blöd gelaufen für Oliver S. von VW. Als Verantwortlicher für die Fahrzeugzulassungen in den USA hatte er dort mehr als ein Jahr lang die Abgas-Betrügereien vertuscht, belog die Behörden und verharmloste gegenüber der Zentrale. Als die US-Behörden dann ernst machten und ihn stellten, wurde er zurückgeholt nach Wolfsburg, nicht etwa, um ihn zu beurlauben, sondern für eine andere leitende Stelle.

Aber der Winter in Deutschland ist kalt und die Sonne Floridas schön. Und so ließ er recherchieren, ob er dort ungeschoren von der dortigen Justiz wieder Urlaub machen könnte. Was ihm die juristische Abteilung von VW wohl bestätigt hat.
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Neoliberale „Ehrbarkeit“ behindert CSR-Gesetz

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CSR-Berichtspflicht? Wer kennt schon diese abstrakte Abkürzung für die soziale Verantwortung von Unternehmen, die „Corporate Social Responsibility“, die über die Gewinnmaximierung hinaus öko-sozial verantwortliches Handeln einfordert? Darüber sollen die großen Unternehmen zukünftig berichten. Also darüber, wie sie mit Korruption, mit Arbeitsschutz und Niederlohn, mit Umwelt- und Klimaschutz und mit „Fairness“ in ihren weltweiten Aktivitäten umgehen.

Ein zweifelsohne wichtiger Vorgang, aber die Behinderung des Gesetzesvorhabens durch die Bundesregierung ist dramatisch. Da tun sich Fragen auf.

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Warnschuss CETA

Nun wird es verabschiedet, das „Freihandels-Abkommen“ CETA. Aber CETA ist mehr als ein Freihandels-Abkommen – oder will es zumindest sein. Es ist auch der Versuch, den klassischen Strukturen des Rechtsstaats und der Parlamente die Handlungsfähigkeit im Bereich der Marktwirtschaft zu entziehen.

Dieser Plan versteckte sich hinter dem Versprechen eines zoll- und vorschriftenfreien Handels für die klassische Industrie-Produktion, also den Bereichen, wo Freihandel willkommen und einigermaßen überschaubar ist.
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