Die Automobil-Industrie ist zu weit gegangen

Deutschlands Justiz muss endlich durchgreifen

1997 sagte der europäische Verband der Automobil-Produzenten der EU-Kommission zu, den mittleren CO2-Ausstoß für PKW schrittweise zu senken, also eine Verpflichtung der Produzenten statt einer gesetzlichen Regelung. Innerhalb von zehn Jahren sollte auf 140 g/km gesenkt werden, eine Reduktion von 25 %.

Selbstverpflichtungen von Wirtschaftszweigen gelten als gute Alternative zu Gesetzen, als wirkungsvoll und praxisnah, wenn sie denn umgesetzt werden. Aber das war wohl nicht die Absicht der Automobil-Hersteller.
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Elektromobilität – Das hässliche Entlein muss wachgeküsst werden

Für seine abendliche Sendereihe UNKRAUT hatte sich das bayerische Fernsehen etwas Besonderes ausgedacht: eine Fahrt ins Grüne, mit Elektromobil, als Auftakt einer Reihe über alternative Mobilität.

In der wohlhabenden Gemeinde Weßling des Landkreises Starnberg sollten dann einige Experten interviewt werden, so auch ich. Dort sollte es auch eine Tankstelle für Elektrofahrzeuge geben. Das klang gut, ich stimmte zu und zog los, um mich zu informieren.
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Wie sieht die Mobiliät der Zukunft aus?

aus der Sendung Unkraut im Bayerischen Fernsehen
aus der Sendung Unkraut im Bayerischen Fernsehen

Für die Sendung UNKRAUT, am 3. Juli 2017,  hatte sich das bayerische Fernsehen etwas Besonderes ausgedacht: eine Fahrt in Grüne – Elektromobil. Wir waren an diesem idylischen Ort zum Interview über Elektromobilität verabredet. Hier das Interview

in der Mediathek (ab der 19 Minute).

Meine Haltung zur Elektromobilität: Der Klimakodex gäbe Leitlinien

Seit zehn Jahren fordere ich in meinen Büchern und Veröffentlichungen den Wertekodex, branchenspezifisch, gemeinsam mit der Wissenschaft und Experten der Zivilgesellschaft erarbeitet. Denn für jeden Wirtschaftssektor sind die Anforderungen an die Klimagas-Reduktion und die Bekämpfung des Klimawandels unterschiedlich.

CSR – Synonym für Unternehmensverantwortung

Unternehmensverantwortung, dieser „Anstand“ über das Gesetz hinaus, ist heute die übliche Erwartung an die Unternehmen und an ihre Führung. Die geben sich in den letzten Jahren gern grün, nachhaltig, energiebewusst und fair, mit Labels, Zertifikaten und Leitlinien zu „Nachhaltigkeit“.

Ein guter Trend, aber leider keineswegs flächendeckend. Teils beobachtet man eher eine Verrohung, Fairness und Anstand sind keineswegs immer Standard in unserer Marktwirtschaft.
Wie es mit „Unternehmensverantwortung“ in ökologischer und sozialer Hinsicht nun tatsächlich aussieht, dazu sollen sich die großen Unternehmen zukünftig in ihrem Jahresbericht äußern. Das verlangt ein neues Gesetz unter dem Titel „CSR-Berichtspflicht“, das am 10. März verabschiedet wurde.
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Verhafteter VW-Manager: Das ist eine Schande für die Deutsche Justiz

Das ist blöd gelaufen für Oliver S. von VW. Als Verantwortlicher für die Fahrzeugzulassungen in den USA hatte er dort mehr als ein Jahr lang die Abgas-Betrügereien vertuscht, belog die Behörden und verharmloste gegenüber der Zentrale. Als die US-Behörden dann ernst machten und ihn stellten, wurde er zurückgeholt nach Wolfsburg, nicht etwa, um ihn zu beurlauben, sondern für eine andere leitende Stelle.

Aber der Winter in Deutschland ist kalt und die Sonne Floridas schön. Und so ließ er recherchieren, ob er dort ungeschoren von der dortigen Justiz wieder Urlaub machen könnte. Was ihm die juristische Abteilung von VW wohl bestätigt hat.
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Neu erschienen: Werteorientierte Marktwirtschaft

Cover_Werteorientierte Marktwirtschaft_Dez2016

Ich habe mein Buch Werteorientierte Marktwirtschaft überarbeitet.
Bestellmöglichkeiten:

als Buch

als eBook

Der Erlös kommt gemeinnützig der Umweltakademie eV. in München zugute.

Zum Inhalt:
Werteorientierte Marktwirtschaft stellt den Wertekodex als  Leitlinie für verantwortungsvolles Handeln der Wirtschaft in den Mittelpunkt. Dieses „Qualitätsversprechen“ von Unternehmen und Unternehmergruppen ist ein wirkungsvolles Steuerungsinstrument, wenn es bestimmte Qualitätskriterien erfüllt.

Ein Kulturwandel für Problembranchen gelingt damit, wenn der Dialog mit der Zivilgesellschaft intensiviert wird. Es entsteht eine durch sie und die Medien begleitete Selbstverwaltung der Wirtschaft statt Bürokratie und detaillierte Verordnungen durch die Politik.

Das Buch ist Pflichtlektüre für Wirtschaftsverbände, für Berufs- und Wirtschaftskammern und für Unternehmer, denen nachhaltig verantwortungsvolles Wirtschaften am Herzen liegt. Und es zeigt einen neuen Weg für die Politik, die sich zur Marktsteuerung auf eine Rahmenvorgabe beschränken kann. Ein Leitfaden zur Umsetzung der Corporate Social Responibility, kurz CSR, also der unternehmerischen Verantwortung von Wirtschaftsbranchen für eine ökosozial verantwortungsvolle Marktwirtschaft.

Neoliberale „Ehrbarkeit“ behindert CSR-Gesetz

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CSR-Berichtspflicht? Wer kennt schon diese abstrakte Abkürzung für die soziale Verantwortung von Unternehmen, die „Corporate Social Responsibility“, die über die Gewinnmaximierung hinaus öko-sozial verantwortliches Handeln einfordert? Darüber sollen die großen Unternehmen zukünftig berichten. Also darüber, wie sie mit Korruption, mit Arbeitsschutz und Niederlohn, mit Umwelt- und Klimaschutz und mit „Fairness“ in ihren weltweiten Aktivitäten umgehen.

Ein zweifelsohne wichtiger Vorgang, aber die Behinderung des Gesetzesvorhabens durch die Bundesregierung ist dramatisch. Da tun sich Fragen auf.

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Drei Gründe für Volksentscheide

„Dann könnten wir ja gleich das Volk über den Milchpreis entscheiden lassen“. Diesen Satz sagt man Angela Merkel nach, als sie den Wunsch der SPD nach Volksentscheiden in den Koalitionsverhandlungen abschmetterte.

Hätte sie nicht so arrogant geantwortet, wäre sie und Deutschland heute besser dran. Gerade die Schweiz zeigt, wie solche demokratischen Elemente der „Partizipation“ der Bürger eine polarisierte Situation beruhigen können. Die Schweizer haben jedenfalls in Volksabstimmungen ihre „Obergrenze“ festgelegt und ihre Politiker entsprechend gebunden.

HuffingtonPost: Drei Gründe für Volksentscheide